Hausaufgabe: Emailadresse fürs Berufsleben

14 Sep

@ mit SchattenZu meinem Artikel rund um fantasievolle Emailadressen gibt es mehrere Fragen zu der „Hausaufgabe“, die ich Klienten mit Fantasie-Adressen mitgebe:

„Auf was soll man denn achten, wenn man sich eine berufliche Emailadresse anlegt? Können Sie eine Variante empfehlen? Was verrate ich vielleicht über mich durch meine Adresse?“ 

Gerne gebe ich Ihnen meine persönlichen Empfehlungen und Erfahrungen rund um die berufliche Emailadresse weiter. Dabei gibt es insbesondere drei wichtige Themen:

1. Geben Sie sich zu erkennen

  • Ihr Vor- und Nachname sollte in der Adresse vorkommen. Der Mensch am anderen Ende der Leitung möchte immer wissen, mit wem er da eigentlich Kontakt hat. Falls Sie einen besonders langen Namen haben, kürzen Sie den Vornamen einfach auf den Anfangsbuchstaben ab. Das sieht dann so aus:
    • Vorname.Nachname@…
    • VornameZuname@…
    • V.BesondersLangerNachname@…
  • Vermeiden Sie unpersönliche Angaben: Adressen wie z.B. kontakt@firma.com sollten Sie lieber vermeiden. Aber auch bei solchen Adressen können Sie in den meisten Mailprogrammen den angezeigten Name personalisieren. Somit wird meine Praxisadresse im Mailverkehr zu  ★ Ulrike Juli Scheld – Beratung & Coaching für Vielbegabte.

2. Nutzen Sie mehrere Adressen

  • Schützen Sie sich vor Spam: Es macht auch durchaus Sinn, mehrere Adressen zu verwenden: eine berufliche, eine für private Dinge und optimalerweise noch eine dritte für Shopping-Accounts u.ä. Ich habe schon Postfächer gesehen, die mit Spam überflutet waren. Meistens passiert das nach Anmeldungen in Shops, bei Gewinnspielen oder in irgendwelchen Foren, die gerne von automatischen Sammelprogrammen auf Mailadressen gescannt werden. So können Sie die betroffene Adresse stilllegen, ohne alle beruflichen Kontakte mit einer neuen Mailadresse versorgen zu müssen.
  • Privates darf privat bleiben: Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Wenn Sie privat viel im Netz unterwegs sind, sich dort gerne mal den Kopf heiß oder schlicht private Themen diskutieren, gibt es noch einen weiteren Grund für eine Trennung. Ihre privaten Meinungsäußerungen und Fragen sind nicht über Ihre berufliche Adresse zu finden! Vielleicht stört Sie das aktuell nicht. Aber was ist mit z.B. rechtlichen, medizinischen Fragen oder Liebeskummer? Wissen Sie, wie es Ihnen damit in drei Jahren oder bei einem Jobwechsel in ein anderes Umfeld geht? Entscheiden Sie bewusst, wer Ihnen diese Themen auch langfristig zuordnen kann. Hier hilft eine klar anonymisierte Adresse, die nicht öffentlich Ihnen zugeordnet ist.

3. Was geben Sie sonst noch preis?

  • Wo wohnt ihre Mailadresse? Wenn Ihre Mailadresse an eine private Website oder eine Organisation gekoppelt ist, dann können Sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich ein Personaler diese Seite anschaut! Ich habe auf diesem Weg schon grenzwertige Zusatzinfos erhalten: Partyfotos und Urlaubsbilder im Badezeug und sogar politische Randmeinungen und -organisationen. Hm, das ist natürlich interessant für ein Unternehmen, aber wollen Sie diese Infos weitergeben, wenn Sie zur Ablehnung Ihrer Bewerbung führen? Ja, ja, es wird dann vielleicht deutlich langweiliger für die Personaler, aber mal im Ernst: Sie sollen sich meiner Meinung nach zumindest bewusst sein, welchen Einblick Sie gewähren. Wenn Sie das dann trotzdem machen: okay…
  • Wichtig für Selbständige: Umgekehrt sollten Sie für Ihre Firma keine Adresse bei einem allgemeinen Webanbieter wie GMX, Yahoo und dergleichen anlegen. Ihr Business wirkt vertrauenswürdiger und professioneller, wenn sich Ihre Kunden, Klienten, Patienten auf Ihrer Website bereits im Vorfeld einen Eindruck machen können, wer oder was Sie bei Ihnen erwartet. An diese Webadresse können Sie dann auch Ihre Emailadresse koppeln. Zudem laufen die Informationen Ihrer Kunden über Ihren persönlichen Server und nicht auf irgendeinen anonymen Großspeicher. Das vermittelt zusätzliche Sicherheit.

Für Ergänzungen bin ich ganz aufgeschlossen. Immer her damit, wenn es noch weitere Dinge zu beachten gibt!

Herzliche Grüße von Ihrer Ulrike Juli Scheld

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Die Autorin: Ulrike Juli Scheld hat den Begriff der Vielbegabung entwickelt und geprägt. Als Coach und Personalentwicklerin beschäftigt sie sich mit Motivanalyse, hochbegabten Erwachsenen und Potentialentwicklung.  

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Eine Antwort to “Hausaufgabe: Emailadresse fürs Berufsleben”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Peggy906892@gmx.de – Wenn Zuckerschnute und Toy6 sich bewerben | Vielbegabte - 15. September 2013

    […] hier ab 14.09. Hausaufgabe: Emailadresse fürs Berufsleben  […]

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