Peggy906892@gmx.de – Wenn Zuckerschnute und Toy6 sich bewerben

10 Sep
Fantasie-Emailadresse

Hinweis: Dies ist eine fiktive Mailadresse!

Immer mal wieder stolpere ich in den Unterlagen, die meine Klienten für ihr Coaching zusammenstellen, über fantasievolle Emailadressen. Dabei handelt es sich um (meist junge) Menschen, die sich mit einer besonders lustigen, scheinbar originellen oder kryptischen Emailadresse aus Zahlen, Kosenamen oder Kinderhelden in die Berufswelt wagen.

Mutig oder (berufs-)weltfremd?

Ja, ich sage ganz bewusst „wagen“, weil im Nachgang zu diesem Artikel zur perfekten Bewerbung zu Recht hinterfragt wurde, ob „wir Personaler einzig aufgrund einer solchen E-Mail-Adresse Bewerbungen so einfach in die Tonne treten?“ Zu Wort kamen drei Bewerbungs-Expertinnen, die u.a. die Emailadresse als Grund für die vielen Absagen einer erfolglosen Bewerberin ausmachten.

Ganz ehrlich: wenn auf dem Tisch mehrere qualifizierte Bewerbungen landen und eine Vorauswahl getroffen wird, dann hinterfragt man gerade als Personaler auch schnell die Ernsthaftigkeit eines Bewerbers, der sich als Pinocchio, Zuckerschnute oder gar toy6 bezeichnet. Bei einer elektronischen Bewerbung besteht noch dazu die Gefahr, direkt im Spamordner zu landen. Dann sitzt man wochenlang zuhause und wartet vergeblich auf eine Rückmeldung zur Wunschstelle!

Der glattgebügelte Bewerber

Heiß diskutiert wurde auch, ob Personaler nicht zu spießig sind, den glattgebügelten Einheitsbewerber suchen und damit an der heutigen Realität vorbei leben. Zudem kam die Frage auf, ob es sich dabei nur um Menschen handelt, die aus sogenannten „bildungsfernen Gesellschaftsschichten“ stammen, was mich wirklich zum Lachen brachte! Ich wünsche mir für meine Klienten nur, dass Ihnen bewusst ist, dass sie mit solch einer Adresse auch ein Bild von sich vermitteln. Dann können Sie selbst entscheiden, ob sie sich eine berufsbezogene Adresse anlegen oder weiterhin ihre Fantasieadresse verwenden.

Hausaufgabe

Wenn mir eine Adresse auffällt, gebe ich gerne die „Hausaufgabe“, sich eine Emailadresse für berufliche Zwecke anzulegen. Diese Adresse sollte auch künftig nicht mit dem Party-Facebook-Account verknüpft werden. Immerhin will der Bewerber mit seinen Qualifikationen überzeugen und nicht wegen so etwas (eigentlich) Unwichtigem wie einer Mailadresse aus dem Bewerbungsprozess fallen.

Ich frage mich manchmal, wie dieser Trend zur Fantasieadresse eigentlich entstanden ist? Kommt das daher, weil die Kids schon in der Grundschule ihre erste Mailadresse bekommen und es einfach süß ist, den Kosenamen zu verwenden?

Herzliche Grüße von einer verwunderten Juli Scheld
… die sich seit Jahren mit Vorname.Nachname durch die Berufswelt bewegt

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Die Autorin: Ulrike Juli Scheld hat den Begriff der Vielbegabung entwickelt und geprägt. Als Coach und Personalentwicklerin beschäftigt sie sich mit Motivanalyse, hochbegabten Erwachsenen und Potentialentwicklung.  

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Eine Antwort to “Peggy906892@gmx.de – Wenn Zuckerschnute und Toy6 sich bewerben”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Hausaufgabe: Emailadresse fürs Berufsleben | Vielbegabte - 14. September 2013

    […] meinem Artikel rund um fantasievolle Emailadressen gibt es mehrere Fragen zu der „Hausaufgabe“, die ich Klienten mit Fantasie-Adressen […]

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