Die Führung sorgt fürs Gleichgewicht

24 Sep

Eigentlich wissen wir doch alle, wie wir für den Ausgleich zwischen Privat- und Berufsleben sorgen können: hunderte Artikel, Reportagen, Interviews, Tips vom Frauen- bis zum Managermagazin und Regalreihen voller Ratgeber zum Thema Work-Life-Balance sagen uns doch eigentlich genau, wie es geht…

Balanceakt

Und trotzdem: Überlastung, Stress und Erschöpfung, Burnout sind die Themen, die mir immer und immer wieder begegnen. In einer der letzten Stern-Ausgaben gabe es wieder einen lesenswerten Artikel zu diesem Thema, der gerade von Gero Hesse im SAATKORN-Blog aufgegriffen wird.

Interessant und lesenswert – den Link finden Sie unten! Seit gestern bewegt mich vor allem der nachfolgende Absatz, den ich Ihnen gerne in die Woche mitgeben will: der Autor beschreibt, wie er als Führungskraft auch maßgeblich für die Balance seines Teams mit verantwortlich ist. Dafür hat er sich zu einigen klaren Regeln „durchgerungen”, wie er selbst sagt:

1. Emailpause von 19–7:30 Uhr

„Vor 7:30 Uhr und nach 19:00 Uhr sowie am Wochenende sende ich keine Emails mehr in mein Team und beantworte selbst auch keine Mails. Ausnahmen bestätigen hier natürlich auch die Regel, denn es gibt Situationen in Projekten, wo das so nicht funktioniert. Aber diese Situationen treten so häufig dann auch wieder nicht auf.

2. Urlaub ist Urlaub

Ein weiterer Punkt: im Urlaub bin ich nicht erreichbar, lese keine Mails und bin auch auf facebook und Co nicht unterwegs. Im äussersten Notfall kann meine Assistentin bei meiner Frau auf dem Handy anrufen und dann bin ich ausnahmsweise (!) doch verfügbar. Das praktiziere ich nun seit 3 Jahren. Ergebnis: ich wurde noch nie angerufen.

3. Urlaub nehmen

Ein drittes Beispiel: ich nehme meinen Urlaub von 30 Tagen stets im gleichen Kalenderjahr und lasse keine Urlaubstage verfallen.”

Wie würde unsere Arbeitswelt aussehen, wenn wir uns ALLE an diese Regeln halten würden?

Ja, alle: auch und gerade die Führungskräfte, denen es besonders schwer fällt, sich von selbst auferlegten Verpflichtungen frei zu machen!?

Herzliche Wochengrüße von

Ihrer Ulrike Juli Scheld

*

Die Autorin: Ulrike Juli Scheld berät Menschen, die MEHR wollen. 
Kontakt: Tel. 06233 1700 176; kontakt[at]vielbegabte.de 

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2 Antworten to “Die Führung sorgt fürs Gleichgewicht”

  1. Gaby Feile 25. September 2012 um 11:17 #

    Hallo Juli,

    danke für diesen Artikel. Die drei Punkte des Autors finde ich super! Ich selbst mache das auch so. In meinem Sommerurlaub habe ich mein Laptop komplett weggepackt und war nicht einmal online (auch nicht privat). Das war der beste Urlaub seit Jahren, obwohl ich nicht mal weggefahren bin.

    Was mich aber erschreckt: Wann hat sich denn das Blatt so stark gewendet? Noch vor einigen Jahren war es völlig normal, dass man abends/nachts nichts Geschäftliches tut, und dass man im Urlaub nicht erreichbar ist. Ganz ehrlich: wenn ein Manager nicht beruhigt in Urlaub fahren kann dann macht er irgendwas falsch in seinem Job.

    Wer steuert und bestimmt das eigentlich alles? Ist es die böse „Wirtschaft“? Oder sind es nicht unsere Egos, die uns zu wichtig nehmen?

    Entspannte Grüße schickt

    Gaby

  2. Ulrike Juli Scheld 25. September 2012 um 12:09 #

    Hallo Gaby,

    vielleicht erleben wir auch gerade die Hochphase und beginnen langsam, uns wieder nach mehr Ruhe und Regeln zu sehnen? Ich habe hierzu auch gerade einen Kommentar in Gero Hesses Artikel geschrieben:

    Zwei Dinge gehen mir durch den Kopf:

    Ja, unbedingt brauchen gerade die jungen Führungskräfte aktive Unterstützung in ihrer neuen Rolle! Die Regeln, gerade für die Abgrenzung von Arbeit und Beruf jedoch, werden maßgeblich von den „Alphas” im Unternehmen (klein und groß!) festgelegt. An deren Vorbild orientieren sich die Jungen. Als Nachwuchskraft und parallel zum neuen Karriereschritt eigene Regeln aufzustellen, die gegen die vorgelebte Firmenkultur gehen? Schwierig bis unmöglich… das spricht gegen den eigenen Instinkt.

    Deine Frage, wer eigentlich damit angefangen hat, wächst auch im anderen Blog weiter. Bin gespannt, wer dort noch mitliest!

    In meiner Laufbahn habe ich auch Menschen kennengelernt, die ihre Führungsrolle ganz anders ausfüllen: selbstbewusste „Silberrücken” mit hohem Anspruch an sich und ihre Mitarbeiter, aber auch klaren Regeln für die Grenze zum Privaten. Dazwischen hat sich das Ganze irgendwie verselbständigt.

    Wer legt also die künftigen Regeln fest? Kann das die Generation festlegen, die zwischen den seltenen „Silberrücken” und den Jungen ohne passendes Vorbild klemmt?

    Gespannte Grüße
    Juli Scheld

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