Nicht fertig und schlecht drauf

23 Mai
Und weiter gehts mit dem Thema der Woche: das Aufschieben von Dingen, die eigentlich gemacht werden müssen. Die man auch eigentlich machen will! Und die trotzdem liegenbleiben.

Warum ist das so? Was steckt dahinter und was können Sie tun, wenn Sie sich hier wiedererkennen?

Wir haben hier gestern schon darüber diskutiert, ob eine Therapie der richtige Weg ist, wenn man Dinge vor sich herschiebt. Ja und nein, denke ich. Es macht einen sicher nicht zu einem Kranken (d.h. heilungsbedürftigen) Menschen, wenn man mal Dinge vor sich herschiebt. Manches macht einfach keinen Spaß – da ist verlockend, es noch einmal zu verschieben. Oder es gibt Wichtigeres, egal ob beruflich oder privat!

Aber ich will doch eigentlich!?

Interessanter wird es für mich schon, wenn ein Mensch etwas vor sich her schiebt, indem er wie ein gegenpoliger Magnet ausweicht. Da steckt oft etwas anderes dahinter als Bequemlichkeit oder Streß. Oft geht es dann um mehr als das Abhaken einer Pflicht. So kann es z.B. sein, dass sich das Unterbewusstsein gegen das gesteckte Ziel wehrt. Weil es gar nicht das eigene Ziel ist. Oder weil mit dem Fertigwerden ein neue Situation entsteht, die Angst macht oder eine unangenehme Konsequenz mit sich bringt.

Interessanterweise „befällt“ die Aufschieberitis Menschen gerne kurz vor einem Abschluss, besonders auffällig vor bei Studenten kurz vorm Studienende. Da bleiben Arbeiten liegen, Prüfungen werden zurückgezogen, es werden unglaublich interessante Zusatzfächer entdeckt, die Wohnungen sind plötzlich blitzsauber und auffällig viele Frauen werden schwanger… Was steckt dahinter??

Das ist keine Bequemlichkeit!

Wahrscheinlicher ist, dass im Mensch ein Konflikt tobt, der mehr oder weniger unbemerkt seinen Tribut fordert. Der innere Schweinehund feiert eine Party. Engelchen und Teufelchen sitzen auf den Schultern. Solche Bilder kennen Sie sicher auch, oder? Manchmal ist es Angst, zu versagen: in der Prüfung, bei der Suche nach einer Stelle, beim Berufseinstieg. Andere protestieren unbewusst gegen ein Berufsziel, das ihnen selbst eigentlich gar nicht entspricht. Wieder andere haben schlichtweg Angst, wie es nach dem Studium eigentlich weitergehen soll. Oder, oder… es gibt viele Gründe, die hinter „Aufschieberitis“ stecken können.

Das alles macht einen noch lange nicht zum therapiebedürftigen (also „heilungsbedürftigen“) Menschen. In letzter Konsequenz kann das permanente Verschieben von Aufgaben, das ständige schlechte Gewissen und die fehlenden Erfolgserlebnisse jedoch krank machen. Dann ist eine Therapie eine gute Hilfestellung.

Vorher gibt es jedoch einiges, was Sie tun können:

Zunächst sollten Sie klären, was hinter dem Aufschieben steht!

Sie können viel lernen über Organisation und Zeitmanagement, über Lerntechniken und Brainstorm-Techniken. Sie können sich Unterstützung suchen für Dinge, die Sie nicht unbedingt selbst erledigen müssen. Das verschafft Ihnen mehr Zeit und Ruhe und eine Struktur.

Wenn Sie jedoch die Orientierung verloren haben, nicht mehr klar sehen, Entscheidungen vor sich herschieben und Kompromisse schließen, mit denen Sie unzufrieden sind, wenn Sie Angst haben, zu versagen und sich den Anforderungen des Lebens nicht mehr gewachsen fühlen, wenn Sie das Gefühl haben, in einer Sackgasse zu stecken oder vor einem scheinbar unüberwindlichen Berg von Problemen stehen und sich entmutigt oder gelähmt fühlen: dann steckt oft mehr hinter dem Aufschieben!

Der neutrale Blick von außen

In diesem Fall schafft ein Gespräch Klarheit. Oft geht es einfach nur um eine Richtungskorrektur, fern von Therapie und der Suche nach Ursachen. Das kann ein wohlmeinender Mensch aus dem eigenen Umfeld sein oder auch ein guter Coach, der sich mit diesen Themen auskennt. Wichtig ist, dass Sie wieder klar sehen und nach vorne schauen können! Wenn Sie wissen, was Sie selbst wirklich wollen, können Sie gute Entscheidungen für sich fällen und kommen wieder in Bewegung. Und das fühlt sich richtig gut an!

Ich biete den geschulten, neutralen Blick von außen. Ich höre zu, kläre, ordne, öffne Ihren Blick nach vorne, damit Sie Entscheidungen treffen können und die Dinge wieder in Bewegung kommen. Erstaunlicherweise geht das oft recht schnell. In nur ein bis zwei Terminen kann man eine Struktur erkennen, die Ihrem eigenen Leben und Motiven entspricht.

Melden Sie sich zu einem kostenlosen Vorgespräch an: Sie erreichen mich unter 06233-1700176.

Herzliche Grüße von
Ihrer Ulrike Juli Scheld
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Mehr Informationen zum Thema: 

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Die Autorin: Ulrike Juli Scheld berät Menschen mit viel Potential und (angeblich zu) vielen Ideen. 
KontaktTel. 06233 1700 176; kontakt@vielbegabte.de 

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