Zu schlau fürs Büro

26 Mrz

Und wieder eine Artikelempfehlung für Sie zum Thema Hochbegabung im Beruf: in der ZEIT online Beruf finden Sie einen interessanten Beitrag zu diesem Thema – u.a. mit einem Porträt von Katharina Bonnenfant, die beim Auswärtigen Amt tätig ist. .

Viel Spaß beim Lesen!

Herzliche Grüße

Ihre Ulrike Juli Scheld

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8 Antworten to “Zu schlau fürs Büro”

  1. Bridgette 26. März 2012 um 22:01 #

    Als selbst „Betroffene“ und aus meinen eigenen Erfahrungen mit Anderen, sind Hochbegabte und Hochsensible die Empfänger und Träger der Evolution. Die Welt braucht „uns“ um die Veränderungen, die kontinuierlich fließen, auf die Welt zu bringen. Oft sind hinter den außergewöhnlichen Menschen und Fähigkeiten traumatische Kindheitserlebnisse zu finden, die es erforderlich machten, ungewöhnliche Fähigkeiten oder Schutzmechanismen (zB. Asberger) zu entwickeln um schlicht und einfach zu „überleben“.

    Bevor Veränderungen wirklich für „die Masse, die Norm“ in die Welt gebracht werden, müssen sie sehr gut geprüft werden. Die Norm hütet und bewahrt stets den Schatz des letzten Evolutionsschrittes und auch alles was nicht so sehr dienlich ist. Der Boden auf dem es den Vordenkern leichter fällt ihre Arbeit zu machen, ist Liebe, Respekt, Wertschätzung und Anerkennung und vor allem Vertrauen. Da mir (und vielen Betroffenen) dieser gute Nährboden in meinem Leben fehlte, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, ihn in mir selbst zu finden, zu hegen und zu pflegen und zu einer neuen außergewöhnlichen Fähigkeit zu entwickeln, die ich gerne anderen „Betroffenen“ zur Verfügung stelle um ihnen zu helfen einen Weg in die eigene Balance und Ausgeglichenheit zu finden.

    Von den „Normalen“ erfordert die Evolution ein Umdenken und die Fähigkeit eigene Grenzen anzuerkennen, ohne sich vergleichen oder abwerten zu müssen. Ist dies gegeben, kann jede Gruppe ihre wertvolle Arbeit tun und dazu beitragen, dass das Ganze gelingt.

  2. Ulrike Juli Scheld 27. März 2012 um 10:39 #

    Spannender Ansatz, liebe Bridgette,

    die Evolution sucht und testet ihre Grenzen, erfindet Neues und passt das Alte den neuen Gegebenheiten an. Die Hochbegabung ist im Prinzip auch ein „Ausreisser”, in diesem Fall nach oben. Wenn er der Weiterentwicklung dienlich ist (wovon ich ausgehe), wird er sicher häufiger zu finden sein als heute.

    Traumata als Auslöser für solche Entwicklungen anzunehmen finde ich problematisch. Die Evolution denkt in größeren, großen Zeitabschnitten, in denen sich vieles wieder regelt und ausgleicht. Es gibt Menschen, die sich psychisch anpassen aufgrund von schwierigen Erlebnissen.

    Eine Hochbegabung oder auch Hochsensibilität halte ich jedoch nicht für etwas „Antrainiertes“. Wie man jedoch mit ihr umgeht: das kann (und sollte) man lernen, damit sie nicht mehr verschwindet im Evolutionsgewirr!

    Herzliche Grüße
    Ulrike Juli Scheld

  3. Bridgette 30. März 2012 um 15:24 #

    Liebe Ulrike,

    vielen Dank für Ihre Rückmeldung und ich verstehe, dass Sie es problematisch finden, dass Traumata Auslöser für Hochbegabung und meines Erachtens auch eines Aspektes von Hochleistung in Verbindung mit Hochbegabung sein sollen. Der Ansatz ist gewagt und vielleicht noch nicht ganz zu Ende gedacht. Doch nach mehr als 20 Jahren Arbeit und Recherche und wie gesagt, eigener „Geschichte“ auf diesem Gebiet kam er mir in den Sinn, weil er so vieles erklärt, was andere Ansätze nicht erklären können.

    Der russische Weisheitslehrer, Forscher und Doktor der Medizin und Psychologie und Buchautor Misarkarim Norbekov beschreibt in seinem Buch „Eselsweisheit“ an einer Stelle sehr drastisch, dass sich das Gehirn, bzw. die Synapsen im Gehirn um ein tausendfaches schneller vernetzen, wenn wir in extremen Stresssituationen sind bzw. aufwachsen. Dies hat demnach gute und schlechte Seiten. Vielleicht sollte ich es daher anders formulieren.

    Besonders hochsensible und hochbegabte Kinder sind oft diejenigen in Familien- und/oder Gesellschaftssystemen, die am meisten auch von dem erspüren, was nicht sein darf und nicht sein soll, bzw. werden für Ihre Andersartigkeit und Sensibilität abgelehnt. Um in diesen System überleben zu können „müssen“ sie sich außergewöhnliche Strategien ausdenken oder Außergewöhnliches leisten um auf andere Weise gesehen und geliebt zu werden. Dh. sie nutzen und perfektionieren ihre Begabungen um etwas Lebenswichtiges zu erhalten, was ihnen auch ohne jede Anstrengung als Kind zustehen würde. LIEBE! Ein wichtiges Kriterium um Liebe und Anerkennung in den letzten Jahrhunderten zu erlangen, war „(Hoch)Leistung, viel tun, weniger das „Sein“. Hochleistung ist gut, wenn es aus einem freudigen, leichten Impuls und aus dem Wissen um die eigenen wahren Potentiale, (die, die die Augen zum Leuchten bringen 🙂 ) geschieht. Und ganz einfach um der eigenen Freude und des Selbstausdruckes wegen. Hochleistung wird jedoch oft „gebracht“ aus einem Mangel an Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Bei solchen Menschen, ist das was man gibt „nie genug“.

    In meinem Leben ist zum Beispiel ist die „Sicherheit vermittelnde“ Notwendigkeit ständig „denken und viel leisten zu müssen“ drastisch gesunken, seit das Andere mehr Platz in meinem Leben bekommen hat. Dh. die Funktion des oft „zwanghaften viel Denkens“ konnte einer entspannten und vertrauensvolleren Intuition und Eingebung und Ruhe und Akzeptanz „Platz machen“. Ich hoffe, damit meinen Ansatz ein wenig verständlicher gemacht zu haben.

    Herzliche Grüße, zur Zeit aus Wien und mit Dank für Ihre immer interessanten Anregungen und Perlen!
    Bridgette

  4. Ulrike Juli Scheld 31. März 2012 um 10:58 #

    Vielleicht darf beides sein: Hochbegabung, die von Beginn an in einem Menschen angelegt ist und sich entwickelt oder verkümmert. Und andererseits extreme Außenbedingungen, die Kinder zu geschickter Anpassung und Hochleistung zwingen, um Liebe zu erhalten.

    Ich vermute, meine Zurückhaltung gegenüber der Anpassungsthese liegt daran, dass ich viele hochbegabte Menschen kenne, die in ihrer Kindheit keine Extreme erlebt haben. Was nicht bedeutet, dass es das nicht gibt! Ich kenne durchaus auch Hochbegabte und Hochsensible, bei denen diese These sehr interessant ist.

    Außerdem mag ich Thesen aus Evolution und Verhaltensforschung sehr!

    Würde es umgekehrt bedeuten, dass die Hochbegabung unter weniger extremen Bedingungen wieder verkümmert?

  5. Bridgette 18. April 2012 um 10:05 #

    Vielen Dank für ihre konstruktive und anregende Rückmeldung, liebe Ulrike!

    Mir gefällt ihr Ansatz, dass beides sein darf. Ich stimme Ihnen zu. Es ist nicht entweder – oder. Mir fällt auf, wie sehr ich durch die eigene Brille schau(t)e, da sie ja mein Weltbild von Anfang an geprägt (und eingegrenzt) hat und färbt(e). Ihr Hinweis darauf, dass sie auch hochbegabte Menschen jenseits von Traumatisierungen in der Kindheit, kennen, macht mir Freude und auch Mut irgendwann auch diese Gruppe von Menschen kennen zu lernen und in mein Leben zu ziehen. 🙂 Welch neue Erfahrungswelt wartet da auf mich!!!

    Zu den Menschen die eher aus meiner Erfahrungswelt stammen und die sich oft ein Leben lang darum bemühen, traumatischen und missbräuchlichen Erfahrungen heilend zu „entwachsen“ fühle ich mich von der „Sache“ wegen schon angezogen, da ich besonders hier viel und Gott sei Dank erfolgreiche Heilungsarbeit für mich selbst „geleistet“ und somit großes Verständnis und Erkennen für die Sorgen und Nöte und auch die besonderen Potentiale und darunter verborgenen „Perlen“ dieser Gruppe von Menschen in mir trage.

    Ihre Frage der „Umkehrung“ finde ich außerordentlich spannend! Ich antworte ganz klar und unter Berücksichtigung meiner neuen, in unserem Austausch gewonnenen Erkenntnisse : „Nein, die Hochbegabung verkümmert nicht!“ Sie wird nur anders und sinngerechter und darüber freue ich mich jetzt besonders es zu sagen, sie wird dem Sinn der „Umkehr“ dem eigenen Sein entsprechend neu und wirkend eingesetzt und dient damit dem eigenen wie auch dem Sinn des Ganzen. Meine Lebens- und Heilungsreise hat mich zu Gott und der Liebe gebracht und ich lebe heute von diesen Quellen aus und setze meine Begabung und Sensibilität für die Themen und Aufgaben ein, die mir wirklich aus tiefster Seele entsprechen. Und dies anstrengungslos und wie schon erwähnt, ohne zwanghaftes Denken, sondern in Leichtigkeit und meinen Eingebungen und Erfahrungen folgend, die ich dann durchaus meinen regen Verstand nutzend, zu einem neuen, nie dagewesenen Puzzle zusammensetze.

    Insofern bin ich auch anders als Sie in Ihrem ersten Kommentar, der Meinung, dass die Evolution nicht „einfach so“ die Gegebenheiten anpasst, sondern dass wir Menschen selbst – und hier vor allem, die die mehr spüren, sehen, denken – kraft unserer besonderen Fähigkeiten und eines stetig wachsenden Bewusstseins, die Evolution selbst mitgestalten, wir also eine durchaus sehr kreative und innovative Rolle spielen, die uns anerkannt und gewürdigt werden darf! Von uns selbst und denen die später folgen dürfen.

    Ich mag unseren Austausch hier sehr! Vielen Dank dafür und alle Gute!

    Herzliche Grüße, derzeit aus Münster….

    Bridgette

  6. Ulrike Juli Scheld 18. April 2012 um 17:13 #

    Liebe Bridgette,

    schauen Sie mal, was mir heute in die Hände „gefallen“ ist (gefallen ist relativ: Pinterest ist eine lebendig-spannende Plattform, alles Mögliche zu entdecken; auch Zitate).

    Die selbst erlebten, erarbeiteten Themen stehen uns besonders nah. Hier sind wir glaubwürdig und meist auch besonders mitfühlend und engagiert für Andere. Auch das eine Anpassungsleistung 🙂

    Herzliche Grüße nach Münster
    Juli Scheld

  7. Bridgette 25. April 2012 um 13:11 #

    Yes, thank you, dear Ulrike!

    Mit liebem Gruß derzeit aus Mönchengladbach und bald wieder aus meinem geliebten England! All the best! Bridgette

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