Biete Prestigeverlust. Suche Lebensglück!

26 Nov

Berufseinsteiger von heute sind nicht mehr bereit, zugunsten der Karriere ihr Leben und ihre privaten Wünsche hintenan zu stellen; zumindest nicht mehr im bisher gültigen Maß. Diesen Trend beobachte ich schon seit einigen Jahren aufmerksam. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Personalpolitik an diesen Wandel anzupassen und neue Konzepte zu entwickeln. Andernfalls suchen sich ihre exzellent ausgebildeten Nachfolger, High Potentials und Hoffnungsträger flexiblere Rahmenbedingungen und gehen.

Die Chefs wundern sich

Die Menschen, die heute Entscheidungspositionen besetzen, tun sich damit häufig sehr schwer. Sie haben in einem völlig anderen Wertesystem Karriere gemacht und waren oft bereit, im privaten Bereich große Beschränkungen hinzunehmen. Dass sich dieser „Trend“ jetzt auch auf die Menschen ausweitet, die „etwas erreicht“ haben, finde ich nur logisch. Hierzu erschien gerade ein hochinteressanter Artikel auf dem Karriereportal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche, den ich Ihnen auch auf Facebook schon empfohlen habe.

Wenn ganz oben kein Glück ist

Ich kann mich gut an ein Gespräch mit einem Menschen erinnern, der die höchste Position erreicht hat, die er in seinem Beruf und seiner Branche einnehmen kann. Er hatte sogar einen Weg gefunden, den normalen Gipfel noch einmal aufzustocken.

© Irene Brischnik

Haben Sie schon mal gesehen, wie sich das Gesicht eines Menschen verändert, wenn ihm plötzlich aufgeht, dass sein Ziel ihn nicht glücklich machen wird, obwohl er alles dafür gegeben hat? Wenn er ganz oben angekommen ist und  sich die versprochene Zufriedenheit nicht einstellt? Mich hat das tief beeindruckt, und ich muss oft an dieses Gespräch denken. Dann den zweiten Schritt zu gehen, sich aktiv für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu interessieren und sie so ernst zu nehmen, dass man sich ein neues Ziel sucht: Das erfordert Mut!

Ein mutiger Schritt

Hut ab vor den Menschen, die hier sehr bewusst eine Entscheidung zu mehr Zufriedenheit getroffen haben! Ich bin überzeugt, dass hier eine entscheidende Weiche für unsere Zukunft liegt: Im richtigen Beruf können wir unsere Talente einsetzen, wir können unsere Stärken einbringen und einen Sinn in unserer Arbeit sehen. Auch und gerade weil auch die anderen Dinge einen Platz erhalten, die uns neben dem Beruf als Mensch ausmachen: Wünsche, Bedürfnisse, Werte, Beziehungen, Kinder, Freunde und Interessen!

Keine Luxusidee

Das ist keine Luxusidee und kein Wunschdenken. Nein, im Gegenteil: Wir stehen vor einem großen demographischen Wandel, der auch den Arbeitsmarkt neu ausrichten wird. Ab 2017 werden wir einen starken Mangel an Fachkräften erleben, der das Thema Arbeitslosigkeit in den Hintergrund treten lässt; zumindest für Menschen mit einem qualifizierten Schulabschluss. Die freie Marktwirtschaft richtet sich nach ihrer knappsten Ressource, und das wird künftig der Arbeitnehmer sein. Treiben wir es also ruhig mal auf die Spitze:

Wenn Sie wüssten, dass es auf jeden Fall gelingt: Was würden Sie beruflich machen? 

> Mehr Unterstützung dazu finden Sie in der Frage der Fragen!

*

Herzliche Grüße

Ihre Ulrike Juli Scheld *

Die Autorin: Ulrike Juli Scheld berät Hochbegabte und Menschen mit zu vielen Interessen. 

Kontakt: Tel. 06233 1700 176; kontakt[at]vielbegabte.de 

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Eine Antwort to “Biete Prestigeverlust. Suche Lebensglück!”

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  1. Von der Kunst leben (Blogparade) | Vielbegabte - 8. Mai 2013

    […] Biete Prestigeverlust – Suche Lebensglück […]

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