Schlagwort-Archiv: Quereinstieg

Jobzukunft für Scanner

22 Sep Job Future Future Jobs Header

Unstet, sprunghaft, zu neugierig… all das sind Dinge, die Scanner immer und immer wieder zu hören bekommen. Sowohl das private Umfeld als auch im Berufsleben gibt diesen Menschen das Gefühl, irgendwie nicht richtig gepolt zu sein:

Du musst mal etwas zu Ende bringen! Nicht schon wieder etwas Neues… Warum kannst Du Dich nicht einfach mal festlegen?

Im Unterschied zu vielen Menschen, die sich scheinbar mühelos für ein Thema, einen Beruf und Weiterlesen 

Biete Prestigeverlust. Suche Lebensglück!

26 Nov

von Ulrike Juli Scheld

Berufseinsteiger von heute sind nicht mehr bereit, zugunsten der Karriere ihr Leben und ihre privaten Wünsche hintenan zu stellen; zumindest nicht mehr im bisher gültigen Maß. Diesen Trend beobachte ich schon seit einigen Jahren aufmerksam.

Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Personalpolitik an diesen Wandel anzupassen und neue Konzepte zu entwickeln. Andernfalls suchen sich ihre exzellent ausgebildeten Nachfolger, High Potentials und Hoffnungsträger flexiblere Rahmenbedingungen und gehen.

Die Menschen, die heute Entscheidungspositionen besetzen, tun sich damit häufig sehr schwer. Sie haben in einem völlig anderen Wertesystem Karriere gemacht und waren oft bereit, im privaten Bereich große Beschränkungen hinzunehmen.

Dass sich dieser „Trend“ jetzt auch auf die Menschen ausweitet, die „etwas erreicht“ haben, finde ich nur logisch. Hierzu erschien gerade ein hochinteressanter Artikel auf dem Karriereportal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche, den ich Ihnen auch auf der Facebook-Seite von VIELBEGABTE schon empfohlen habe.

Ich kann mich gut an ein Gespräch mit einem Menschen erinnern, der die höchste Position erreicht hat, die er in seinem Beruf und seiner Branche einnehmen kann. Er hatte sogar einen Weg gefunden, den normalen Gipfel noch einmal aufzustocken.

© Irene Brischnik

Haben Sie schon mal gesehen, wie sich das Gesicht eines Menschen verändert, wenn ihm plötzlich aufgeht, dass sein Ziel ihn nicht glücklich machen wird, obwohl er alles dafür gegeben hat? Wenn er ganz oben angekommen ist und  sich die versprochene Zufriedenheit nicht einstellt?

Mich hat das tief beeindruckt, und ich musste oft an unser Gespräch denken, wenn ich ihm begegnet bin.

Dann den zweiten Schritt zu gehen, sich aktiv für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu interessieren und sie so ernst zu nehmen, dass man sich ein neues Ziel sucht:

Das erfordert Mut.

Hut ab vor den Menschen, die hier sehr bewusst eine Entscheidung zu mehr Zufriedenheit getroffen haben!

Ich bin überzeugt, dass hier eine entscheidende Weiche für unsere Zukunft liegt: Im richtigen Beruf können wir unsere Talente einsetzen, wir können unsere Stärken einbringen und einen Sinn in unserer Arbeit sehen. Auch und gerade weil auch die anderen Dinge einen Platz erhalten, die uns neben dem Beruf als Mensch ausmachen: Wünsche, Bedürfnisse, Werte, Beziehungen, Kinder, Freunde und Interessen!

Das ist keine Luxusidee und kein Wunschdenken. Nein, im Gegenteil: Wir stehen vor einem großen demographischen Wandel, der auch den Arbeitsmarkt neu ausrichten wird. Ab 2017 werden wir einen starken Mangel an Fachkräften erleben, der das Thema Arbeitslosigkeit in den Hintergrund treten lässt; zumindest für Menschen mit einem qualifizierten Schulabschluss. Die freie Marktwirtschaft richtet sich nach ihrer knappsten Ressource, und das wird künftig der Arbeitnehmer sein.

Treiben wir es also ruhig mal auf die Spitze:

Wenn Sie wüssten, dass es Ihnen auf jeden Fall gelingt: Was würden Sie beruflich machen? 

> Mehr Unterstützung dazu finden Sie in der Frage der Fragen!

*

Herzliche Grüße

Ihre Ulrike Juli Scheld

*

Die Autorin: Ulrike Juli Scheld berät Hochbegabte und Menschen mit zu vielen Interessen. 
Kontakt: Tel. 06233 1700 176; kontakt[at]vielbegabte.de 

Quereinstieg: Quer wird mehr

22 Nov Quereinstieg

Quereinsteiger werden immer mehr geschätzt: Was für unsere Eltern und Großeltern noch undenkbar war, wird zu unserer Realität! 

Das Staufenbiel-Portal hat gerade einen hochinteressanten Artikel dazu veröffentlicht.

Lassen Sie sich nicht verunsichern durch die Zweifler in Ihrem Umfeld.

Die Menschen aus Familie und Bekanntenkreis sprechen mit bestem Gewissen und meinen es gut mit Ihnen. Aber sie sehen die Berufswelt aus ihrer eigenen Perspektive. Die Realität für Menschen, die heute 20, 30, 40 Jahre alte sind, hat sich jedoch massiv verändert: Die Berufswelt steckt bereits seit ein paar Jahren in einem großen Umbruch. Die FRAGE DER FRAGEN verliert ihre Bedeutung bzw. ist ohnehin die größte Lüge, die Ihnen bisher wahrscheinlich erzählt wurde!

Trauen Sie sich einen Blick in die Ecke ihre Kopfes, in der Ihre Wünsche verstaut sind!

Bei manchen gleicht die einer Schublade, die so vollgestopft ist, dass sie kaum zu geht.
Bei anderen ist es eine verbotene Tür oder ein zugewachsener Weg mit dichtem Gestrüpp…

Wie auch immer sie bei Ihnen aussieht: hier warten ihre Wünsche, Begabungen und Talente. Und die sind erfahrungsgemäß sehr hartnäckig und können sich zu einer richtig nervigen, nagenden Stimme im Hinterkopf entwickeln!

Ich würde ja sofort etwas anderes machen, wenn ich nur wüsste was!

Wenn Sie sich mit solchen oder ähnlichen Gedanken herumschlagen, könnte die FRAGE DER FRAGEN für Sie interessant sein, oder auch der zweite Teil. Mehr dazu kommt diese Woche!

Herzliche Grüße

Ihre Ulrike Juli Scheld

*

Die Autorin: Ulrike Juli Scheld berät Hochbegabte und Menschen mit zu vielen Interessen. 
Kontakt: Tel. 06233 1700 176; kontakt[at]vielbegabte.de 

Die Frage der Fragen – Teil 2

16 Nov

Letzte Woche durfte die FRAGE DER FRAGEN nach der wahren Bestimmung des Lebens noch einmal richtig zum Zug kommen.

Beliebte Varianten, die meine Klienten häufig mitbringen und Ihnen vielleicht auch bekannt vorkommen, hören sich so an

  • Ich kann nur sagen, was ich nicht will. Ich möchte endlich ankommen!
  • Wie finde ich den Job, der mich glücklich macht?
  • Was soll ich, um Himmels willen, mit meinem Leben anfangen?
  • Muss ich das wirklich für immer machen?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie beklemmend diese Fragen sein können. Ich kann Ihnen auch viele Wege verraten, wie Sie sich von diesen Fragen ablenken können… Hier geht es aber nicht ums Ablenken. Sie wollen ja schließlich eine Antwort!

Die ehrliche Nachricht zuerst: Ich weiß Ihre Antwort nicht. Aber ich weiß aus langer Erfahrung, dass Sie Ihre Antwort kennen! Vielleicht ist sie noch ganz klein und eher eine Idee als eine Antwort? Vielleicht ist sie auch riesengroß, aber mit Gegenargumenten gepflastert? Meistens ist es eine Mischung: Dinge, die wir früher gerne gemacht haben. Dinge, die uns leichter fallen als anderen. Dinge, die immer wieder auftauchen in unserem Leben.

Wenn Sie jetzt nach einem dazu passenden Beruf schauen, sind Sie schon zu weit! Dann sind Sie wieder bei der FRAGE DER FRAGEN angelangt.

Die wichtige Nachricht als zweites: Wir sind letzte Woche schon darauf gekommen, dass DIE FRAGE eine große Lüge ist; vielleicht die Größte, die Ihnen bisher erzählt wurde.

Und wir sind zu einer viel effektiveren Frage gelangt:

Welche Dinge möchten Sie in Ihrem Leben erfahren und erleben?

Bitte tun Sie mir (aber vor allem sich selbst!) einen Gefallen: Gönnen Sie sich einen kleinen, feinen Luxus. Erlauben Sie sich heute 15 Minuten ganz für sich. Egal wo. Der Luxus besteht darin, dass es Ihre Zeit ist.

Also suchen Sie sich einen schönen Platz im Café, im warmen Auto oder zuhause in Ihrem Lieblingssessel – am Fluss oder See, mit weitem Blick oder unter Ihrer Bettdecke.

Zwei Bedingungen: 15 Minuten für Sie und Pause für alle Gegenargumente!

Um Ihre Gegenargumente kümmern wir uns in Teil 3. Keine Sorge, alles darf seinen Platz haben! Aber jetzt sind erst einmal Sie dran.

*

Erstellen Sie Ihre Wunschliste  

  • Was würden Sie tun, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen würden? Mit was würden Sie Ihr Leben füllen?
  • Wie würde Ihr idealer Tag aussehen – vom Aufstehen bis zum Einschlafen? Was würden Sie tun? Wer wäre dabei?
  • Was darf auf Ihre Liste von Dingen, die Sie vor Ihrem Tod ausprobieren wollen?

Werden Sie richtig schön konkret!

Es ist nicht wichtigwieso Sie etwas tun wollen.

Wichtig ist, wie es sich anfühlen wird.

Stellen Sie sich also nicht die Million auf Ihrem Konto vor, sondern überlegen Sie lieber, was Sie mit dem Geld anstellen würden. Würden Sie um die Welt reisen? Würden Sie Ihren eigenen Laden eröffnen? Oder ein Buch schreiben? Was auch immer es ist: schreiben Sie auf, was Sie genau machen wollen, lebendig und mit allen Extras, die Ihnen gerade einfallen!

Was meinen Sie, wie es Ihnen geht, wenn Sie z.B. den vierten Punkt Ihrer Wunschliste in Ihr Leben bringen? 

Auf  meiner Liste stand an Punkt vier bis letztes Jahr „Ich will am Catering für ein großes Fest mitwirken!“ Verrückte Wünsche, die manchmal entstehen… das hat ja nichts mit Deinem Beruf zu tun… und eigentlich auch nicht mit Ihnen! Du solltest besser xyz machen… was hast Du wieder für seltsame Ideen… 

Aber der Wunsch war da und nicht erst seit gestern. 

Inzwischen weiß ich, wie sich mein Wunsch wirklich anfühlt. Dazu habe ich tolle Menschen kennengelernt, ein großes Thanksgiving Diner für fast 100 Menschen vorbereitet und ein wunderbares Fest miterlebt. Und drumherum gab es jede Menge Informationen, Kontakte und neue Ideen für mich und Sie. Ja, auch Sie! Der Wunsch ist zur Ruhe gekommen, und es sind geniale neue Dinge daraus entstanden, die mein Leben und meinen Beruf bereichern!

Aber zurück zu Ihnen: Das ist erst einmal alles, was Sie machen müssen.

Wenn Sie erst einmal wissen, welche Dinge (Plural!) Sie eigentlich machen wollen in Ihrem Leben, dann können Sie darüber nachdenken, wie Sie Ihre Liste finanzieren. Nicht andersherum! Sie werden entdecken, dass der finanzielle Teil meist nicht so schwierig ist, wie zunächst vermutet.

Es gibt viele Einnahmequellen neben dem traditionellen Brotberuf: freie Mitarbeit, Teilzeit- und Nebentätigkeit, die wiederum Zeit für die Dinge auf Ihrer Liste lassen, Selbständigkeit oder auch eine strategisch klug verhandelte Vollzeitanstellung. Wir leben in einer Gesellschaft, die uns viel mehr Möglichkeiten bietet als noch unseren Eltern oder Großeltern. Viele Kombinationen und Möglichkeiten stehen uns offen. Und ganz normale Menschen wie Sie und ich leben genau so: auch ohne besondere Mittel, außergewöhnliche Fähigkeiten oder eine nennenswerte Erbschaft in der Hinterhand.

Ich gebe jedoch zu, dass dies eine gewisse Aufgeschlossenheit von Ihnen fordert. Sie müssen bereit sein, sich Ihre Einstellung zu Geld und Arbeit anzusehen. Sie müssen zumindest darüber nachdenken, ob es zu Ihnen passende Alternativen gibt, zu dem, was wir von klein auf gehört haben:  dass Sie zur Schule gehen, einen Beruf lernen, eine Anstellung bekommen und dann, mit 67 Jahren, das Leben Ihrer Träume zu verwirklichen.

Wenn Sie sich mit weiteren Gegenargumenten herumschlagen:

Wir werden uns nächste Woche in Teil 3 ansehen, was passiert, wenn Sie über Ihren Tellerrand hinausschauen. Lassen Sie die Argumente bis dahin ruhen. Schauen Sie noch mal auf Ihre Liste, wenn Sie Zeit haben. Nehmen Sie in dieser Woche erst mal nichts wieder runter, sondern ergänzen Ihre Liste nur.

Ich werde Ihnen hier im Blog Unterstützung zukommen lassen, wo ich nur kann und Ihnen zudem Menschen vorstellen, die eine völlig andere Einstellung zu diesen Dingen haben. Sie sind lebende Beispiele dafür, dass man die bislang gültigen Regeln auf den Kopf stellen und eigene Ziele und Wünsche in das heutige Leben integrieren kann. Wie das genau aussieht, sehen Sie dann hier.

Beginnen Sie erst einmal mit Ihren Zielen.

  • Was wollen Sie machen?
  • Wobei leuchten Ihre Augen?
  • Welche Dinge wollen Sie vielleicht irgendwann einmal ausprobieren?
  • Denken Sie auch über Ihren eigenen Tellerrand hinaus: was würden Sie gerne verändern an bzw. in der Welt um Sie herum?
  • Wen wollen Sie unterstützen?
  • Zu welchen Lösungen würden Sie gerne Ihren Teil beitragen?

Trauen Sie sich, Ihre Idealvorstellung zu beschreiben – nicht eine praktikable Version Ihrer Wünsche!

Zugegebenermaßen etwas makaber, aber stellen Sie sich ruhig vor, Sie sind (stein)alt, liegen im Sterben und blicken auf Ihr Leben zurück.

  • Was hinterlassen Sie?
  • Was haben Sie erreicht und getan in Ihrem Leben?

Verschieben Sie nichts, was Sie bereuen würden.

Was halten Sie davon? Und was gehört zu den Dingen, die Sie gerne einmal machen würden?

> Fortsetzung im 3. Teil

Herzliche Grüße

Ihre Ulrike Juli Scheld

*

Die Autorin: Ulrike Juli Scheld berät Hochbegabte und Menschen mit zu vielen Interessen. 
Kontakt: Tel. 06233 1700 176; kontakt[at]vielbegabte.de 

Die Frage der Fragen – Teil 1

9 Nov

Wenn Sie sich jemals mit der Frage

Was soll ich mal werden, wenn ich groß bin?

herumgequält haben, dann ist dieser Post für Sie. Behalten Sie DIE FRAGE im Kopf – ich komme darauf zurück!

Meine wunderbare kanadische Kollegin Emilie Wapnick hat mir großartigerweise erlaubt, ihren Post zu diesem Thema in meinen Artikel zur FRAGE DER FRAGEN zu integrieren. Sie lesen heute also ein kanadisch-deutsches Plädoyer zur größten Lüge, die Ihnen jemals erzählt wurde

Aber zurück zur FRAGE DER FRAGEN:

DIE FRAGE hat die unangenehme Angewohnheit, zu den unpassendsten Momenten aufzutauchen: bevorzugt dann, wenn irgendein Abschluss naht: das Jahr vorm Abi, in anstrengenden Prüfungsphasen, kurz vor Ende des Studiums…

Im letzten Jahr vor einem Abschluss quälen wir uns oft mit dem Sinn unseres Lebens herum und womit wir unseren Lebensunterhalt bestreiten und was wir, um Himmels willen, als Nächstes machen sollen?

DIE FRAGE schleicht sich aber auch außerhalb von Schule und Uni an. Sie nagt an uns, auch wenn wir mitten im Arbeitsleben stehen – oft in schönen Abwandlungen wie z.B.

Muss ich das wirklich für immer machen?

oder auch

Ist das wirklich der Weg, der für mich bestimmt ist?

Dazu kommen die netten kleinen Überfälle auf Familienfesten und aus unserem Umfeld – in kleinen Variationen und mit fiesen kleinen Widerhaken, die sich in unserem Kopf festsetzen.

Foto von Bixentro (Ausschnitt) 

Im Grunde ist DIE FRAGE überall.

Für diejenigen von Ihnen, die DIE FRAGE erfolgreich für sich beantwortet und sich einem bestimmten Weg verschrieben haben: Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich für Sie! Es liegt mir fern, Sie und Ihre Lebensentscheidungen in Frage zu stellen. (Sie sollten allerdings darauf gefasst sein, dass sich DIE FRAGE vielleicht auch bei Ihnen wieder melden wird… Zumindest wenn man den Statistiken trauen kann, wechseln die meisten Akademiker heute mehrmals ihre Stelle, bevor sie sich langfristig festlegen.)

Für viele von uns bleibt DIE FRAGE unbeantwortet.

Noch dazu ist sie eine ständige Stressquelle und lässt uns mit einem vage beunruhigenden und unbehaglichen Gefühl zurück. Mal im Ernst:

Wie, um Himmels willen, sollen wir uns im Alter von 18, 23 oder 26 für eine Sache entscheiden (und eigentlich auch in jedem anderen Alter)?

DIE FRAGE fühlt sich nicht nur falsch an, sondern könnte sogar ungesund sein. Die ganze eigene Identität zu einer einzigen Sache zusammenzufassen und alle anderen Dinge außen vor zu lassen, kann unsere Fähigkeit beeinträchtigen, auf neue und unvorhergesehene Wendungen in unserem Leben zu reagieren. Unbewusst spüren wir das auch und zögern, solch eine scheinbar endgültige Entscheidung zu treffen.

Und was passiert, wenn wir die Frage falsch beantworten? Was ist, wenn wir in 20 Jahren aufwachen und realisieren, dass wir unseren Job hassen? Wenn wir merken, dass wir schon die ganze Zeit andere Träume und Leidenschaften hatten, die wir aus Angst nicht weiter verfolgt haben? Und das obwohl wir eigentlich 20 Jahre Zeit dafür hatten?

All diese Bedenken und Zweifel machen DIE FRAGE für viele von uns zu einer entmutigenden und unbehaglichen Angelegenheit.

Glücklicherweise habe ich gute Neuigkeiten für Sie:

Die gute Nachricht ist: DIE FRAGE ist eine Lüge

In Wirklichkeit müssen Sie DIE FRAGE  überhaupt nicht beantworten! Zumindest nicht mit einer endgültigen Antwort. Sie müssen die Frage aber umformulieren: Anstatt Was ist die eine wahre Bestimmung meines Lebens?, lautet Ihre Frage jetzt 

Welche Dinge möchte ich in meinem Leben erfahren und erleben?

Durch diese kleine Abwandlung von einer Entscheidung oder Bestimmung hin zu vielen langfristigen Zielen nehmen Sie den Druck raus und können viel entspannter an die Sache herangehen. Außerdem bleiben Sie flexibel und können Ihrem Weg Dinge hinzufügen oder verändern: Wer weiß, welche neuen Informationen und interessanten Dinge Ihnen noch begegnen werden? Ich schaue mir meine Wunschliste für mein Leben normalerweise ein-, zweimal im Jahr an. Und wenn ich mal ins Zweifeln komme, gerne auch zwischendrin!

Wenn Sie sich diese kleine Abwandlung erlaubt haben, können Sie buchstäblich damit aufhören, sich immer wieder DIE FRAGE zu stellen. Und das ist unglaublich befreiend!

Schauen Sie sich auch mal Emilies englische Seite Puttylike an: Sie können dort viel Lustiges, Nachdenkliches und Interessantes entdecken! Emilie arbeitet ebenfalls mit Menschen, die sich angeblich für zu viele Dinge gleichzeitig interessieren – sie nennt sie Multipotentialites.  Ich nenne diese Menschen Scanner oder ganz einfach Menschen, bei denen viele verschiedene Themen andocken und Interesse und Begeisterung auslösen!

Und was machen Sie jetzt mit Ihrem neuen Satz?

Wie Sie Ihre Ziele entdecken und dann in Ihr Leben einbauen können, schreibe ich Ihnen nächste Woche im 2. Teil!

Herzliche Grüße aus der herbstlich-bunten Pfalz – ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Woche!

Ihre Ulrike Juli Scheld

*

Die Autorin: Ulrike Juli Scheld berät Hochbegabte und Menschen mit zu vielen Interessen. 

Kontakt: Tel. 06233 1700 176; kontakt[at]vielbegabte.de 

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 509 Followern an

%d Bloggern gefällt das: